11.1. – 1.3.2019, freitags 17 – 20 Uhr

Ausstellung mit Objekt, Collage, Malerei, Video, Videoinstallation, Performance, Gespräche, Vortrag

Wir atmen mit der Luft Stickoxide und Feinstaub ein vom Verkehr, von Kohlekraftwerken, Baustellen, Holzfeuerung, Agrartechnik. Zu Hause umwehen uns künstliche Düfte allergener Deos, Waschmittel, Weichspüler und Kunststoffgerüche. Das Umweltbundesamt schätzt 45.000 vorzeitige Todesfälle jährlich durch Feinstaub in Deutschland. Es verschlägt mir den Atem.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert eine Verbesserung der Luftqualität und klagt gegen Kommunen wegen der Überschreitung der Feinstaub Grenzwerte. Es drohen bereits Fahrverbote.

Fine dust card Berlin 9.11.2018

Feinstaubkonzentration über dem Grenzwert 50 Mikrogramm/m³ in Berlin 9.11.2018

Bürger fangen in Selbsthilfe weltweit an Feinstaubsensoren selbst zu bauen und stellen die Werte in eine Karte.

Was sagen Künstlerinnen und Künstler dazu?

Es könnte so schön sein, © J. Moldenhauer

Es könnte so schön sein, © J. Moldenhauer

Künstler/innen

Tom Albrecht, Ruth Biller, Matthias Fritsch, Rike Goll, Irene Hoppenberg, Jürgen Moldenhauer, Mari Terauchi, Maud Tutsche, Roland Wegerer

Tom Albrecht veranschaulicht in seinem Objekt den Prozess, wie unsere unserer Gesellschaft über einen Zeitraum von jeweils 30 Jahren 12 Luftschadstoffe entfernt. Er performed live diese Arbeit mit Sound, Nebel, wechselndem Licht und Sprache.

Ruth Biller zeigt in ihrer Gouache im städtischen Feinstaub eine blaue Insel mit Potential.

Das Zwei-Kanal-Video von Matthias Fritsch behandelt den Feinstaub der aus Boden weht, der industriell bewirtschaftet wird.

Auf dem Gemälde von Rike Goll schaukelt ein Mädchen mit Atemschutzmaske komfortabel in der Hängematte.

Irene Hoppenberg stellt mit ihrem Kunstrasen in Lungenform den Zusammenhang zwischen städtischem Grün und unserer Atmung her.

Jürgen Moldenhauer spiegelt in einer Atemschutzmaske eine Industrielandschaft mit ihren Abgaswolken.

Mari Terauchi behandelt als Betroffene in ihrem Objekt die Belastung der Innenraumluft durch Duftzusätze in Konsumprodukten.

Maud Tutsche zeigt in ihrem „Avantgardisten“ wie absurd der technische Schutz des Atems als Grundlage allen Lebens ist.

In der Videoperformance von Roland Wegerer atmet sich der Künstler in einen Haufen weißen Pulvers hinein, bis er nahezu verschwunden ist.

Programm „Es verschlägt mir den Atem“

Vernissage 11.1.2019, 19 Uhr mit audio-visueller Textperformance von Tom Albrecht  „Schadstoff des Monats“. Technische Assistenz Ulf Reinhard
Video der Begrüßung (9:23)

Begrüssung durch Tom Albrecht vor Objekt von Irene Hoppenberg, Foto Simon Es verschlägt mir den Atem

Begrüssung durch Tom Albrecht vor Objekt von Irene Hoppenberg, C Simon Terauchi-Koch

Ausstellung 18.1., 17-20 Uhr
die Künstlerin Irene Hoppenberg ist anwesend.

Künstlergespräch 25.1., 19 Uhr. Ausstellung ab 17 Uhr
Künstler der Ausstellung sprechen mit Gästen über ihre Werke.

Komfortzone - Rike Goll

Komfortzone – Rike Goll

Ausstellung 1.2., 17- 20 Uhr
Die Künstlerin Maud Tutsche ist anwesend.

Austellung 8.2., 17- 20 Uhr
Der Künstler Matthias Fritsch ist anwesend.

Austellung 15.2., 17-20 Uhr
Die Künstlerin Ruth Biller ist anwesend.

Vortrag 22.2., 19 Uhr: Dr. Ina Säumel, „Atemluft in der Stadt“ (pdf, 5,5MB), TU-Berlin, Institut für Ökologie.
Ausstellung ab 17 Uhr

Finissage 1.3., 19 Uhr mit audio-visueller Textperformance von Tom Albrecht „Schadstoff des Monats, Teil zwei“.
Technische Assistenz Ulf Reinhard. Video (16:11 Min.)
Ausstellung ab 17 Uhr

Kurator: Tom Albrecht